| JCW in Schlagzeilen |
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Selbstverteidigungskurse stopften 1970 Loch in BörseZu Beginn fehlte der RubelDie Kunst, sich gegen Kriminelle zu Wehr setzen zu können, machte den besonderen Reiz des neueröffneten Judo-Clubs aus. Der wartete seinerseits allerdings nicht darauf, dass die Mitglieder zu ihm kamen. Vielmehr warb er besonders an Schulen um Interessierte. Die Kinderkrankheit eines engen Geldbeutels wurde überwunden. Gleichzeitig stellten sich erste Erfolge ein und bekannte Persönlichkeiten wie etwa der Vizeweltmeister Klaus Glahn gaben ihre Visitenkarte beim Judo-Club-Wörrstadt ab. 1970 - „In der heutigen unsicheren Zeit ist das Beherrschen von Judogriffen von großem Nutzen“, schreibt die Allgemeine Zeitung aus Anlass der Gründung des Judo-Club Wörrstadt. 60 Aktive sehen das im ersten Training genauso. 1971 - Erste Selbstverteidigungskurse bessern die Kasse auf. Der JCW initiiert eine Kooperation Schule – Sportverein. Auf der Trainingsmatte in der „Volksschule“ wird es allmählich enger, die Begeisterung immer größer. 1972 - Führungswechsel: Karl Müller übergibt den Vorsitz an Gerhard Schmitt. Vier Übungsleiter neben „Chef“ Hans Müller bereiten den JCW-Nachwuchs auf die Premiere des in der eigenen Halle ausgetragenen Piccoloturniers vor. 1973 - Traum von der Titelverteidigung platzt: Die JCW-Jugend wird trotz der Landesmeister, Linnebacher und Steil mit dem Team nur Dritter; in seine Fußstapfen treten die Schüler, die auch in der Nahe-Hunsrück-Liga glänzen. 1974 - Zum Zweiten Mal heuert Karl Müller als JCW-Kapitän an. Monika Zahn und Marion Goldmann zeigen als Landesmeisterinnen bei den Schülerinnen, dass die Mädchen ihr Handwerk verstehen. Aktive trumpfen in der Rheinhessenliga auf. 1975 - Mainrad Linnebacher qualifiziert sich als Rheinland-Pfalz-Vizemeister für die Deutschen. Sportliche Erfolge lassen die Mitgliederzahl von 111 auf 151 ansteigen. Hans Müller wird ohne Gegenstimme Vorsitzender. 1976 - Ein Motorschaden vereitelt den JCW-Herren die Titelverteidigung in der Rheinhessenliga. Coach Hans Müller besteht mit dem heutigen Mombacher Trainer Gerhard Lamneck den dritten Dan und die Trainer-A-Prüfung. 1977 - Den JCW ziert das Etikett „stärkster Verein im Judo-Verband“. Ein Pfeiler: Walldorf, Bieser und Co. holen den Titel der Rheinhessenliga vor Mainz 88. Sprung in die Oberliga glückt. 25 Kids kämpfen bei Judo-Safari um Stoffabzeichen.
Existenzsorgen mit 1000 Unterschriften25 JCW-Jahre in Schlagzeilen1988 stürzt der JCW in eine tragische Existenzkrise: Ein fehlender Lagerraum für die Matten droht den Verein an seiner Lebensader zu treffen. Mit enormer Initiative wendet der Club das Schlimmste ab, zieht in die Hauptschule um und beginnt seinen Siegeszug in den Jugendklassen. Namen wie die Geschwister Schott, André Besant und Dietrich Gotzek machen den JCW über Rheinhessens Grenzen hinaus bekannt. Das frühere „Nesthäkchen“ Ju-Jutsu mausert sich in den 90ern zu einem Fundament des JCW. 1978 - Rummel in neuer Sporthalle: Olympiasieger Isao Okano hält Gasttraining. Jörg Baumgärtner, dessen Herz König Fußball erobern wird, packt mit Schülerteam das Double. Der neue „Chef“ Wolfgang Lukas trägt den Club ins Register ein. 1979 - Michael Faber heiratet seine Ute. Als Dritter rettet Fredi Bieser bei der Rheinhessenmeisterschaft der Herren die Ehre des JCW. Die Schüler verteidigen ihren Titel. Gerold Schmitt und Jens Vollmer bestechen mit Konstanz. 1980 - „Dem JCW mit bestem Dank“, widmet Vizeweltmeister Klaus Glahn dem Club zum 10jährigen Bestehen. Nach der Feier bescheren Ingo Lukas, Frank Görlich u.a. mit dem A-Jugend Rheinhessentitel ein Geburtstagspräsent. 1981 - „Würmchen“ Moni Eckhardt erhält eine Nationalkader-Einladung. 30 japanische Kinder aus Fernost üben mit den JCW-Kids. Alex Schott wird Rheinhessenmeister bis 27 kg. Spannung bei Jugend-Länderkampf Deutschland vs. Niederlande. 1982 - Der Wiederaufstieg in die Oberliga misslingt nach Niederlagen gegen Vfl Bad Kreuznach und RW Koblenz. Moni Eckhardt startet bei den Deutschen. Die erste Hobbygruppe wird eingerichtet. Bundestrainer Han Ho San gastiert beim JCW. 1983 - Im Kleinwalser-Tal bringen die Aktiven Ski und ihre Judotechniken in Schwung. Für den Titel in der Rheinhessenliga reicht´s nicht. Bernd Herler besteht ÜL-Prüfung- Margit Antonietti beendet nach zwölf Jahren ÜL-Tätigkeit beim JCW. 1984 - Bei der Herren-Rheinhessenmeisterschaft hat Thomas Israel das Schwergewicht fest im Griff. Christina und Paloma Rudolf, Bianca Wolf sowie Lili Becker gewinnen bei B-Jugend-Landesmeisterschaft mehr als die Hälfte aller Titel. 1985 - Exakt 5:45 Minuten dauert das Fernsehdebüt des JCW in der Sendung „Pfiff“. Ungeschlagen ist das Herren-Team Rheinhessenmeister. Mit drei Mainzerinnen verstärkt, verpasst die JCW-Mädchenriege knapp den Sprung zur Deutschen. 1986 - Edmund Schimschal und Gerold Schmitt meistern den ersten Dan. 50 Judofans folgen Günter Montermanns Ruf nach Wien. Das Talent des C-Jugendlichen André Besant blitzt erstmals auf. Die Aktiven werden wieder Landesmeister. 1987 - In der Realschule fehlen 6 m² für die Tatami-Lagerung. Mit Leserbriefen von Hans Müller und Karl Müller sowie 1000 Unterschriften wehrt sich der JCW erfolgreich. Nach drei bangen, judolosen Monaten zieht man in die Hauptschule um.
Tendenz zum BreitensportVorbildliche JugendarbeitDie Erfolge im Jugendbereich sind weitgehend auf die langjährige Trainertätigkeiten von Hans Müller, Margot Antonietti und Gerold Schmitt zurückzuführen. Weiterhin zeigen viele Übungsleiter, bzw. Helfer unermüdlichen Einsatz in der Vereinsarbeit. Das regelmäßige Training und die zielgerichtete Ausbildung der Judokas und Ju-Jutsukas lassen das Mitgliederkonto auf mehr als 300 Mitglieder ansteigen. 1988 - Geschwisterpaar trumpft auf: Andreas und Alexander Schott werden Jugend-Rheinhessenmeister. Die B-Jugendlichen um Volker Breuer fahren das Double nach Hause. Das Piccoloturnier erreicht mit 173 Startern neue Rekordmarke. 1989 - Dietrich Gotzek und Andreas Schott, später Mitglied des Nationalkaders, gewinnen Bronze bei Bundestalentsichtungsturnier in Nieder-Olm. Die Bilanz im rheinhessischen Jugendland: 14 Einzel- und sechs Mannschaftstitel. 1990 - Roland Merz und Karl Heinz Müller institutionalisieren beim JCW Ju-Jutsu. Die Sportschau zum 20. Geburtstag begeistert 400 Zuschauer. Andreas Schott holt den Bundes-Edwin-Cup, André Besant rückt in den Bundesjugendkader auf. 1991 - Jung-Judoka Dominik Porth schreibt: „Lieber Herr Müller, es ist schön bei Ihnen Judo zu machen.“ Die Sprecher Silke Baumgärtner und André Besant bitten um Reaktion aus der Jugend. Bernd Herler übernimmt RJV-Prüfungsressort. 1992 - Weltklasseathleten hautnah erlebt die JCW-Jugend beim Training mit Regina Sigmund, Frauke Eickhoff und Daniel Lascau. Die Ernte fahren sie ganz eifrig ein: Zwei Team- und acht Einzeltitel, darunter der von Sabine Lux. 1993 - Der RJV wird einig – und später eins – mit dem JV Rheinland. Endlich wieder mehr Wettkampfaktivitäten. Die Ju-Jutsu-Gruppe zählt jetzt 45 Aktive. Beim Urmitzer Turnier schneidet nur Erstligist TSV Abensberg besser als der JCW ab. 1994 - Die Mitglieder bestätigen Vorsitzenden Günter Montermann und „Vize“ Gerd Preuß. Ju-Jutsuka Pia Werner glänzt bei Rheinland-Pfalz-EM. Marcus Westerwald und Michael Vogt behaupten sich in der neuen Heimat, JV Rheinland.
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